Qi Gong

medichi_logoDie Methode der Selbst-Übungen des Qi - Gong lassen sich einteilen in, Übungen-in-Ruhe und Übungen-in-Bewegung, weiterhin in Übungen mit festgelegtem Bewegungsmuster und Übungen mit spontanen, aus innerem Impuls heraus entstehendem Bewegungsmuster. Die praktischen Übungen des Qi - Gong, mit denen Qi (Chi) trainiert, mobilisiert und kultiviert wird, umfassen Körperhaltungs- und Bewegungsübungen, Atemübungen sowie geistige Übungen der Konzentration, Imagination und Meditation. Dabei gelten die körperlichen Übungen als Grundlage und wichtige Basis des Qi - Gong. Die geistigen Übungen, die Vorstellungsbilder, die eine Übung begleiten, das Lenken und Bewahren der Vorstellungskraft in bestimmte Körperareale sind die führenden Kräfte der Übungen.

Gerade in den Qi - Gong Übungen sollen die Lebenskräfte des Menschen entsprechend den Naturgesetzmässigkeiten Von Yin und Yang gefördert und entwickelt werden. Der grundlegende Wandel von Yin und Yang wird im Wechsel von schliessenden und öffnenden Bewegungen, von steigenden und sinkenden Bewegungen, von hohen und tiefen Körperhaltungen, im Beugen und Stecken des Körpers und im Speichern und Aktivieren des Qi geübt. Einatmen und Ausatmen, Anspannung und Entspannung sind Übergänge zwischen diesen polaren Übungselementen.

Das Konzept der Meridiane beschreibt ein vernetztes System von Akupunkturpunkten an der Körperoberfläche, die durch eine gedachte Linie (Meridiane) verbunden sind. In diesen meist paarig angelegten energetischen "Gefässen" bewegt sich die Lebenskraft (Qi) und Xue (Blut) durch den Organismus. Die Meridiane frei und durchgängig zu halten, gilt als Vorraussetzung für einen gesunden Organismus. Somit ist die enge Beziehung der Qi - Gong Übungen zur Chinesischen Medizin und dem Akupunktur-Meridiansystem erkennbar. In zahlreichen Bewegungsformen werden Meridianverläufe gezielt durch Dehnung und Kraftvorstellung, Anspannung und Entspannung beeinflusst.

Die am häufigsten verwendeten Akupunkturpunkte spielen auch bei Qi - Gong - Übungen eine wichtige Rolle. Körperhaltungen und Bewegungen sowie Bewusstseinslenkung werden zur Aktivierung der Punkte herangezogen. In der Basis-Übung des Qi - Gong Yangsheng "Stehen wie eine Kiefer" ruht das Gewicht auf beiden Fußsohlen, wobei man sich gedanklich in der Erde über den Bereich des Akupunkturpunktes Yongquan (Niere 1) verwurzelt.

Unter den vielen variationsreichen Formen des Qi - Gong gibt es eine historische Methode mit stark zunehmender Popularität: das sog. "spontane Qi - Gong". Die ausübende Person bewegt sich (dynamisch), oder in Ruhe verharrend (statisch), in Übereinstimmung mit den eigenen Körperempfindungen und Bedürfnissen. Somit steht, liegt oder sitzt die Person entsprechend den dann aktuell empfundenen Bedürfnissen seines jeweiligen Qi. Ein individuelles Üben, welches voll und ganz auf den eigenen Körperzustand angepasst ist. Hier werden keine Grenzen, was die Spontaneität angeht, gesetzt und jeder Übende bewegt sich oder hält inne, ganz nach seinen eigenen inneren Bedürfnissen und Neigungen.

Zusammenfassung der Wirkungen durch regelmässiges Üben von Qi - Gong:

  • Förderung der Gesundheit und Verhinderung von Krankheit
  • Mentale und physische Regeneration
  • Steigerung des eigenen Energiezustandes
  • Reduzierung von Stress - bis zur Stressimmunität
  • Steigerung des Selbstbewusstseins und der Selbstachtung
  • Steigerung der Konzentrationsfähigkeit und Leistungsfähigkeit
  • Steigerung von Gelassenheit und Entspannung
  • Stärkung des Immunsystems
  • Unterstützung des Heilungsprozesses von Körper, Seele und Geist
  • Allgemeine Qualitätsverbesserung von Schlaf und allgemeinem Wohlbefinden