Klassische Naturheilverfahren

blumen006Zu den klassischen Naturheilverfahren zählen die Wasser (Hydro)-, die Pflanzen (Phyto)-, Ernährungs-, Bewegungs- und Ordnungstherapie sowie die ausleitenden Verfahren. Die Klassischen Naturheilverfahren haben zum Ziel, über Regulationsvorgänge gestörte Gesundheitsabläufe zu beeinflussen und sind somit Verfahren der Regualtionsmedizin. Die Physiotherapie (physikalische Therapie) gehört im weiteren Sinne ebenfalls zu den naturheilkundlichen Verfahren. Über eine allgemeine Anregung und gezielte Behandlung gestörter physiologischer Funktionen mit naturgegebenen Mitteln z.B. Wasser, Erde, Wärme, Kälte, Licht, Luft, Bewegung, Ruhe, Nahrung wird eine Regulationsänderung angestrebt, die zur Gesundung führen soll. Gleiches gilt für eine besondere Form der Regulationsmedizin, die Osteopathie.

Die klassischen Naturheilverfahren umfassen mit ihren natürlichen Heilverfahren alle Maßnahmen, die Selbstheilung und Selbstregulierungskräfte des Körpers unterstützen. Die klassischen Naturheilverfahren zählen zu den wissenschaftlich anerkannten und gut bewiesenen Verfahren. Die mikrobiologische Therapie und die Neuraltherapie gehören im weiteren Sinne dazu. Die Chinesische Medizin und Akupunktur sowie die Homöopathie werden zunehmend anerkannt, werden aber nicht zu den Verfahren der klassischen Naturheilkunde gezählt.

Die so genannten paramedizinischen Verfahren gehören zu den Außenseitermethoden, da ihre Wirksamkeit wissenschaftlich noch nicht belegt werden konnte. Dazu gehören die Ozontherapie, die Sauerstoffmehrschritt-Therapie, die Chelattherapie, die Elektroakupunktur, die Bioresonanzdiagnostik und Bioresonanztherapie und viele andere Verfahren. Paramedizinische Verfahren wie die Irisdiagnostik, die Astromedizin, das Pendeln, die Wünschelrute und das Handauflegen müssen von den klassischen Naturheilverfahren abgegrenzt werden. Für die klassischen Naturheilverfahren lässt sich sagen, dass eine jahrhundertlange Erfahrung besteht. Sie können im häuslichen Umfeld vom Patienten mit wenigen Ausnahmen selbst eingesetzt werden. Es handelt sich in der Regel um preisgünstige Verfahren. Die klassischen Naturheilverfahren sind, gerade was Prävention von Erkrankungen angeht, ideal vom Patienten selbst einsetzbar.

Wirkung und Anwendungsbereiche

Die chronischen und Langzeiterkrankungen sind teilweise auch erblich bedingt, zu größeren Anteilen aber abhängig vom Verhalten des Einzelnen und der Umwelt. Eine Behandlung ist nur dann dauerhaft erfolgreich, wenn bei Patienten ein gewisses Umdenken und eine Lebensstiländerung vor allem im Verhalten erzielt wird. Klassische Naturheilverfahren können gerade bei chronisch erkrankten Patienten mit großen Erfolgen eingesetzt werden. Der Begriff "Natur" steht im Gegensatz zur Technik. Der neuzeitliche Mensch ist unter anderem durch seine Umwelt, die im Grunde nicht mehr seinen natürlichen Lebensbedingungen entspricht, krank geworden. Die Selbstheilungs- und Selbstordnungskräfte sind durch den Entzug dieser Bedingungen häufig geschwächt. Die naturheilkundlichen Therapien wirken über die Mechanismen Schonung, Kräftigung, Regulierung und durch Stimulation. Reiztherapien können den Körper weniger krankheitsanfällig machen (Immuntraining). Nur ein Körper, der noch reagieren kann, kann stimuliert werden. Ist die Abwehrkraft des Körpers zu erschöpft, sind Organe oder Gewebe zerstört, ist die Reiztherapie eine zusätzliche Belastung.

Während der Schonung soll der Körper seine Selbstheilungskräfte darauf konzentrieren können, die Krankheit zu überwinden. Dies geschieht durch Reizreduktion und Ausschaltung schädlicher Einflüsse.
Während der Normalisierung sollen Überreaktionen im seelischen und körperlichen Bereich abklingen. Die Abwehrkräfte beginnen sich wieder zu organisieren.
Zur Kräftigung wird der Körper regelmäßig mittelstarken Reizen ausgesetzt, die schrittweise gesteigert werden, wobei die individuellen Grenzen zu beachten sind.
Reiztherapie
ist auch nur möglich, wenn der Körper Reserven hat.