Schwangerschaftsbeschwerden

papaya_undÜbelkeit und Erbrechen

Mit Übelkeit und Erbrechen haben viele schwangere Frau in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten mehr oder weniger zu kämpfen.

Erwiesenermaßen gibt es einen deutlichen Zusammenhang zwischen dieser Art der Übelkeit und einem niedrigen Blutzuckerspiegel. Vielen Frauen hilft es daher, über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten einzunehmen sowie stark gewürzte und fette Spesen zu vermeiden. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Eisen, Magnesium und B-Komplex-Vitaminen. Wer insbesondere unter morgendlicher Übelkeit leidet, sollte sich mit dem Aufstehen Zeit lassen und noch im Bett etwas Zwieback und Anis- oder Fencheltee zu sich nehmen. Ebenfalls hilfreich ist eine Tasse Wasser mit einem Esslöffel Apfelessig oder Zitronensaft sowie Ingwerwurzel in Kapseln oder als Tee eingenommen. In sehr schwierigen Fällen kann die Akupunktur, die dann teilweise täglich durchgeführt wird, eine starke Symptomlinderung erreichen.


Krampfadern

Die Neigung zu Krampfadern ist meist erblich bedingt. Zudem werden die Venen während der Schwangerschaft durch das erhöhte Blutvolumen stärker belastet und der erhöhte Progesteronspiegel entspannt die Muskulatur der Blutgefäße. Zur Vorbeugung sollten Sie langes Stehen vermeiden, die Beine beim Sitzen nicht übereinander schlagen, Gymnastik und Beinmassagen sowie die Beine so oft es geht hochlegen.
Achten Sie bei Krampfadern besonders auf Ihre Ernährung. Roher Knoblauch, Zwiebeln, Buchweizen, Holunderblüten und Vitamin E-Zusätze unterstützen die Venen, scharfe Gewürze dagegen verstärken die Stauungen. Außerdem sollten 1-2 Tassen Haferstrohtee, eine Tasse Brennesselblätterinfus oder Petersilie roh oder als Tee auf dem täglichen Speiseplan nicht fehlen. Bei akuten Schmerzen helfen Umschläge mit Hamamelisrindenwasser sowie Abwaschungen mit Apfelessig.

Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind Krampfadern (als Link zu Krampfadern) bzw. Stauungen in den Gefäßen und können mit Juckreiz, Wundsein, eventuellen Schmerzen und Blutungen beim Stuhlgang in Erscheinung treten. Ballaststoffreiche Ernährung sowie eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr beugen Hämorrhoiden vor. Für die Ernährung gelten die gleichen Ratschläge wie bei Krampfadern. Zusätzlich hilft Rote Beete, die die Ausscheidung fördert und den Druck auf die Hämorrhoiden verringert.
Bei akuten Beschwerden helfen Sitzbäder mit Kräuterzusätzen wie Zaubernuß, Eichenrinde oder Wegerichblättern. Gegen den Juckreiz hat sich Natron bewährt, Blutungen und Schwellungen können mit Zitronensaft oder Hamamelisrindenwasser betupft werden. Schmerzlindernd wirken geriebene rohe Kartoffeln sowie Beinwell- oder Ampfersalbe.

Verstopfung


Während der Schwangerschaft läuft der Verdauungsprozess im Darm langsamer ab als sonst und führt nicht selten zu Verstopfung. Vorbeugend wirkt eine gesunde Ernährung mit vielen Vollkornprodukten sowie ausreichender Flüssigkeitszufuhr durch Suppen, Frucht- und Gemüsesäfte sowie Kräutertees. 
Gegen akute Verstopfung helfen getrocknete Pflaumen, Feigen, Rhabarber sowie die meisten grünen Blattgemüse.

Sodbrennen


Während der Schwangerschaft kommt es durch den erschlaffenden Eingangsmuskel des Magens oder den Druck der Gebärmutter auf den Magen vermehrt zu einem Rückfluß der Magensäure, der unangenehmes Sodbrennen verursacht. Zur Vorbeugung sind mehrere kleine Mahlzeiten, langsames Essen sowie Anis- oder Fencheltee, der nach den Mahlzeiten getrunken werden sollte, empfehlenswert. Verzichten Sie lieber auf stark gewürzte und fettige Speisen sowie Kaffee. Für Zwischendurch bieten sich Nüsse, Trockenfrüchte, Apfelschalen, Ananas oder Papaya an.
Bei akuten Beschwerden neutralisiert Milch oder Joghurt die überschüssige Säure. Unterwegs hilft das langsame Kauen von Mandeln.

Müdigkeit


Ob es an der Hormonumstellung, den körperlichen Veränderungen oder der emotionalen Anspannung liegt, Müdigkeit und Stimmungsschwankungen treten bei fast allen Frauen während der Schwangerschaft auf. Nutzen Sie Ihre Schwangerschaft ganz bewusst zur Entspannung und ruhen Sie sich aus, so oft es geht. Machen Sie mehrmals täglich einige Entspannungsübungen. Und achten Sie auf Ihre Ernährung. Frisches Obst und Gemüse sowie eiweißhaltige Speisen wie Nüsse, Yoghurt oder Käse sorgen für gute Stimmung, Himbeerblätter oder Pfefferminze geben neue Energie.

Rückenschmerzen


Rückenschmerzen in der Schwangerschaft können viele Ursachen haben. Der stetig wachsende Bauch übt im Lauf der Schwangerschaft immer mehr Druck auf die Gelenke aus und zwingt die Frauen zu einer anderen Haltung. Bei falschem Heben und schlechter Haltung verschlimmern sich die Schmerzen. Sorgen Sie für eine Entlastung des Rückens, indem Sie den Oberkörper immer gerade halten und beim Bücken immer in die Hocke gehen. Und stärken Sie Ihren Rücken mit Rückenschwimmen und spezieller Gymnastik.
Bei Ihrer Ernährung sollten Sie jetzt besonders auf Kalzium- und Magnesiumlieferanten achten. Essen Sie viel grünes Gemüse und Salate, Fisch und Milchprodukte sowie Nüsse und Mandeln. Weizengrassaft, Schachtelhalmtee und Beinwellinfus liefern alle wichtigen Vitamine und Mineralien, um Rückenschmerzen vorzubeugen.

Hoher Blutdruck


Hoher Blutdruck kann eine Gefahr für das Kind bedeuten, da es nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Es ist also besonders wichtig, den Blutdruck stabil zu halten. Körperliche Bewegung ist eines der besten Mittel dazu. Vermeiden Sie Stress und sorgen Sie für eine ausgewogene Ernährung. Knoblauch, Petersilie, Gurken und Zwiebeln, möglichst roh gegessen, helfen den Blutdruck zu senken. Hopfen, Passionsblume, Weißdorn und Brennesseltee sind ebenfalls zu empfehlen.

Blasenentzündung

Da sich in der Schwangerschaft das Blutvolumen stark erhöht, müssen die Nieren zur Reinigung des Blutes deutlich mehr arbeiten. Das gesamte Harnsystem wird belastet und die Anfälligkeit für Entzündungen steigt. Meist machen sich derartige Entzündungen mit häufigem Harndrang und einem brennenden Gefühl beim Wasserlassen bemerkbar. Vorbeugen können Sie mit Baumwollunterwäsche und der richtigen Toilettenpflege. Wischen Sie sich immer von vorn nach hinten ab, damit mögliche Bakterien nicht auf die Blase übertragen werden. Eine tägliche Tasse Schachtelhalmtee stärkt die Nieren und Vitamin C trägt dazu bei, die Bakterien auszuschwemmen. Bei einer bestehenden Blasenentzündung hilft ein Tee aus Beerentraubenblättern, der jedoch in der Schwangerschaft vorsichtig und nicht zu lange angewandt werden darf.

Harnfluß

Insbesondere in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft drückt die wachsende Gebärmutter auf die umliegenden Organe, was zu erschwertem Stuhlgang oder häufigem Wasserlassen führt. Besonders unangenehm ist das unfreiwillige Wasserlassen beim Husten, Niesen, Lachen oder Laufen. Vermeiden Sie eine gefüllte Blase und gehen Sie öfter als sonst auf die Toilette. Das Training der Beckenbodenmuskulatur und das Tragen von Slipeinlagen helfen Ihnen das Problem zu lindern.

Nasenbluten und trockene Nase


Durch die Schwangerschaft werden die Schleimhäute besser durchblutet, daher kommt es auch viel schneller zu Nasenbluten. Auch ist die Nase öfter verstopft oder ausgetrocknet, ohne dass man einen Schnupfen hat. Sorgen Sie insbesondere Nachts für ein feuchtes Raumklima und verwenden Sie Nasenöl oder Tropfen, das die Schleimhäute feucht hält.


Zahnfleischbluten


Eine Folge der hormonellen Einflüsse während der Schwangerschaft ist eine erhöhte Anfälligkeit der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches. Das Gerücht, demnach jedes Kind einen Zahn kostet, stimmt zwar nicht unbedingt, jedoch nimmt die Neigung zu Entzündungen und Blutungen zu. Gehen Sie daher regelmäßig zum Zahnarzt und lassen Sie, insbesondere bei starken Blutungen, kontrollieren, ob keine Entzündung vorliegt.

Wassereinlagerungen / Ödeme


Viele Frauen leiden unter geschwollenen Beinen und Füßen, die durch Wassereinlagerungen im Gewebe entstehen. Falls es nur Ödeme sind und keine Erhöhung des Blutdrucks und kein Eiweiß im Urin zu finden ist, so ist dies nicht besonders schlimm. Oftmals hilft schon ein Hochlegen der Beine und einige Tassen Brennesseltee.

Hartnäckige Ödeme sollten jedoch immer vom Arzt untersucht werden, denn Ödeme können auf eine Schwangerschaftsgestose hinweisen und gefährlich für Mutter und Kind werden