IVF/ICSI und Chinesische Medizin

tcm_utensilien_2Bei unerfülltem Kinderwunsch sind sowohl die künstliche Befruchtung (IVF) als auch die Spermieninjektion in die Eizelle (ICSI) weit verbreitet.

Interessant scheint zu sein, dass sich die Erfolgsraten dieser Methoden in Kombination mit Chinesischer Medizin und Naturheilkundlichen Verfahren steigern lassen.

Naturheilkundliche Behandlung mit dem Schwerpunkt Chinesische Medizin


Die Naturheilkundliche Behandlung kann nur bei bestimmten Fällen von weiblicher und männlicher Sterilität greifen. Ausgeschlossen ist ein Behandlungserfolg bei entferntem oder definitiv verschlossenem Eileiter, bei genetischen und bestimmten hormonellen Störungen und bei fehlenden Spermien (Azoospermie). In vielen anderen Fällen ist eine zusätzliche Behandlung mittels Chinesischer Medizin (sogenannte TCM) eine sinnvolle Behandlungsergänzung. Die Durchführung einer regulationsmedizinischen Behandlung vor einer eingreifenderen Therapie (Hormone, IVF, ICSI) erhöht unter Umständen den Behandlungserfolg.

Eine Behandlung mit chinesischer Medizin ist in vielen Situationen erfolgversprechend. Hierbei spielt neben der Akupunktur die chinesische Kräutertherapie eine entscheidende Rolle. Ziel ist vor einer Behandlung die "Rhythmisierung" der Periodenfunktion und eine optimierte Basaltemperaturkurve. Wichtige Erkenntnisse sind dabei im Bereich der Chinesischen Medizin die Regulationszusammenhänge, die sowohl beim Mann als auch der Frau Wirkungen entfalten. Die Akupunktur wird eingesetzt, um bei der Frau den Zyklus für die geplante Massnahme der künstlichen Befruchtung zu optimieren. Sowohl die Dichte wie auch die Funktion der Schleimhaut kann verbessert werden, als auch wird auf die Reifung und Funktion des Eies Einfluss genommen. Optimal ist scheint eine Vorbereitung von 2-3 Zyklen durch chinesische Kräuter und Akupunktur vor Massnahmen der künstlichen Befruchtung zu sein. Die Studien zur Wirkung der Akupunktur gerade in Kombination mit ICSI und IVF zeigen in der Tendenz, daß sich die Schwangerschaftsraten der Behandlung mit IVF und ICSI von ca. 30 auf ca. 40 Prozent in Kombination mit TCM erhöhen. Einige der Studien dazu finden Sie im Anhang unten.

Die Deutsche Gesellschaft für Reproduktionsmedizin hat inzwischen eine integrative Weiterbildung für die Anwendung von Chinesischer Medizin in Kombination mit Methoden der künstlichen Befruchtung initiiert. Die Ausbildung wird an der Universität Düsseldorf unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin unter Einbeziehung von IVF-Spezialisten (Prof.Dr.Krüss) und bekannten Dozenten der TCM (Prof.Dr.Englert, Dr.Sulistyo, Dr.Kielwein) durchgeführt.

Links:
www.repromedizin.de

wichtige Studien zum Thema Kinderwunsch und TCM

Paulus-Studie (PDF)
Dieterle-Studie (PDF)

Die Basaltemperaturkurve als druckbares PDF