Über Osteoporose

blumen005Osteoporose ist eine altersabhängige Erkrankung, die zu einem Verlust an Kalkhaltiger Knochensubstanz führt.

Bei Frauen ab dem 40.Lebensjahr, spätestens nach Einsetzen des Klimakteriums (45.-50.Lebensjahr) kann ein vermehrter Abbau an Knochensubstanz auftreten.

Die beste Methode, um eine Osteoporose oder auch schon ein erhöhtes Risiko zu erkennen, ist die Knochendichtemessung mittels Röntgenstrahlung oder Ultraschall. Die Ultraschall - Knochendichtemessung ist frei von Röntgenstrahlen, verlässlich und jederzeit mit verwertbaren Ergebnissen durchführbar.

Risikofaktoren für Osteoporose

Genetik
Osteoporosebedingte eigene Fraktur
Osteoporose in der Familie (Rundrücken, Oberschenkelhalsbruch)
Weibliches Geschlecht
Zierlicher Körperbau

Lebensführung

Kalziummangel (Mangelerhährung, Chron.Diarrhöen, Laxantienmißbrauch)
Vitamin-D-Mangel (wenig Sonnenexposition)Alkoholmißbrauch
Nikotinabusus
Inaktivität, längere Bettlägerigkeit


Hormonelle Faktoren

Späte Menarche
Frühe Menopause
Kurze Östrogenexpositonszeit (<30ahre)
Primäre oder sekundöre Amenorrhoe (>1Jahr)
Hypercortisolismus
Schilddrüsenfunktionsstörung

Erkrankungen/Medikamente

Langzeit-Cortikoidmedikation
Organtansplantation
Entzündliche rheumatische Darmerkrankungen
Langzeit-Heparinbehandlung
Laxantienmißbrauch

Prophylaxe

Zur Prophylaxe sind bestimmte Ernährungsregeln, regelmäßige Bewegung und ggf. eine Hormonersatztherapie geeignet. Auch aus der Naturheilkunde gibt es zusätzliche Prophylaxe- und Behandlungsansätze, die auf einer Ernährungsumstellung und Entsäuerung basieren.

Liegen aus folgender Aufstellung eine oder mehrere Risikofaktoren vor, Sollten Sie auf jeden Fall auf eine ausreichende Kalzium- und Vitamin-D-Zufuhr zu achten. Die Knochenstabilität lässt sich überprüfen (Knochendichtemessung – radiologisch oder per Ultraschall) und bei auffällig dünner Knochendichte mit geeigneten medizinischen Maßnahmen behandeln.

Ernährung bei Osteoporose


Verschiedene Faktoren tragen zum Knochenschwund bei:

  • Die mit den Jahren nachlassende Östrogenbildung
  • Kalzium-Mangel
  • Mangel an Vitamin D
  • Bewegungsarmut

Die nachlassende Östrogenbildung ist durch die Ernährung nicht zu beeinflussen. Natürliche Östrogene können jedoch durch entsprechende Präparate ersetzt werden. Einem Vitamin-D-Mangel und der Bewegungsarmut beugen Sie vor, wenn Sie täglich, auch bei bedecktem Himmel, spazieren gehen.

Dem Kalzium-Mangel können Sie durch eine geeignete Ernährung wirksam begegnen. Kalzium und Phosphat sind die wichtigsten Knochenbestandteile. Deshalb muss natürlich auch genug Phosphat zur Verfügung stehen, Kalzium und Phosphat stehen dabei etwa im Verhältnis 1:1. Ein Phosphatmangel ist jedoch sehr selten. In Fleisch beträgt das Verhältnis Kalzium : Phosphat beispielsweise 1 : 100.

Viele kalziumreiche Nahrungsmittel sind sehr fett (siehe Tabelle). Dieses Fett ist jedoch meist unerwünscht. Wählen Sie bitte kalziumreiche Nahrungsmittel, die auf ein günstiges Kalzium-/Fett-Verhältnis kommen. Hierzu gehören z.B. Gemüse wie Grünkohl.

Das oberste Gebot für Ernährungsempfehlungen lautet: Das Essen muss schmecken. Dennoch soll es den Bedarf decken. Es lohnt sich, gemeinsam mit Ernährungsberatern oder Diätassistentinnen herauszufinden, womit Sie Ihren Nährstoffbedarf decken können, ohne auf Ihre Lieblingsspeisen verzichten müssen!
Kalzium- und Fettgehalt verschiedener Nahrungsmittel

(jeweils mg Kalzium bzw. g Fett / 100g verzehrfertiges Nahrungsmittel)
Nahrungsmittel Kalzium Fett absolut
Kuhmilch 31 3,7
Feta 450 17,5
Magerquark 85 0,3
Camembert halbfett 350 22
Raclette 750 28
Parmesan 1400 22
Schmelzkäse 30% 600 14
Sesam 783 20
Grünkohl 214 1
Brokkoli 113 0,2